Historie

Zur Geschichte des „Ahorn – Wanderweges“

Der Vorläufer des Ahornweges war der sogenannte „4 T – Weg“ = 4 – Tage Weg. Dieser Mitte der 60`er Jahre entwickelte Wanderweg, der den südlichen Teil des Landkreises Osnabrück für Wanderer erschloss, wurde von dem in Bad Laer wohnenden Werner Thiesmeyer in Zusammenarbeit mit den Anlieger – Gemeinden geschaffen.

Mit großem Elan setzte sich Werner Thiesmeyer für die Verwirklichung seiner Idee ein. Bei Besuchen örtlicher Heimatvereine warb er für die Mitarbeit bei der Ausschilderung und bei den Gemeindeverwaltungen sowie beim TWV für die notwendige finanzielle Unterstützung für die Umsetzung der Beschilderung und Markierung des „4 T – Weges“.

Nach der Schaffung des Großkreises Osnabrück 1972 und der Gründung des Heimatbundes Osnabrücker Land 1974 im Rittersaal des Iburger Schlosses, übernahm Mitte der 70èr Jahre Alfred Wabbels, Rektor in Wissingen und Wanderwart des Heimatbundes Osnabrücker Land, kurz: HBOL, die Betreuung des 4 – T Weges, der von Wabbels unter dem neuen Namen „Ahornweg“ zu seiner heutigen Wegführung weiterentwickelt wurde.
Unter sehr großem Zeitaufwand opferte Alfred Wabbels jahrelang in den Schulferien seine Freizeit für die Markierung des Ahornweges. So schaffte es Wabbels viele Heimat- und Wanderfreunde sowie die zuständigen Mitarbeiter in den Gemeinde- und Stadtverwaltungen für eine Mitarbeit an der von Ihm gewählten großen Aufgabe zu gewinnen und zu begeistern.

Hinzu kamen Probleme bei der Beschaffung der nötigen finanziellen Mittel für die Wegemarkierung, einer Wegbeschreibung und Kartenmaterial. Viel Zeitaufwand und Überzeugungsarbeit war zudem nötig, um die zuständigen Stellen dazu zu bewegen, verschiedene Waldwege auszubauen oder wieder herzurichten, damit diese überhaupt in einen wanderbaren Zustand versetzt werden konnten.
Unterstützung fand Wabbels besonders von der Iburger Stadtverwaltung, den Förstern des Staatsforstes Palsterkamp und einigen Waldbaugenossenschaften entlang des Ahornweges.

Durch private Besuche und Gespräche mit Heimatfreunden, der Mitgliedscahft in Heimatvereinen und den jährlich stattfindenden „Pinseltreffs“ der am Unterhalt des Ahornweges beteiligten Personen, schaffte Alfred Wabbels einen treuen und engagierten Mitarbeiterkreis um sich. Bald war der Ahornweg einer der beliebtesten Wanderwege des Teutoburger Waldes und wurde jährlich von mehreren hundert Wanderern erwandert.

Mit dem Umzug nach Vlotho 1994 bat mich Herr Wabbels die Betreuung „seines“ Ahornweges weiter zu führen. Da ich damals einer der jüngsten Wegbetreuer war und sich niemand anders bereit fand, die verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen erklärte ich mich bereit, den Wunsch Alfred Wabbels zu entsprechen, obwohl mir bewusst war in „große Fußspuren“ zu treten und den Arbeitsumfang den Wabbels bislang leistete nicht weiterführen zu können.
Zugute kam mir allerdings, dass die Bad Iburger Kurverwaltung unter Herrn Eiden schon vorher und mit der Zeit mehr und mehr die Betreuung des Ahornweges übernahm, da man die Bedeutung dieses beliebten Wanderweges für den Kurort und den Fremdenverkehr erkannte.

In den über 40 Jahren des Bestehens des 4 – T bzw. Ahornweges sind die meisten der ehemals zahlreichen Wegezeichner und Mitwirkende bei der Betreuung des Weges inzwischen verstorben und jüngere Kräfte kaum nachgerückt, die diese ehrenamtliche Arbeit übernehmen wollen. Auch ich bin inzwischen 77 Jahre alt und freue mich, dass jetzt das „Projekt Ahornweg“ ins Leben gerufen wurde, welches dem Ahornweg sicherlich noch mehr Bedeutung als schon bisher verschaffen wird.

Mit freundlichem „Frisch Auf“
Werner Beermann